... heiter die Kunst

Hoffnung, Liebe und Freiheit

Viel Symbolik verbirgt sich in dieser New-York-Collage. Zwei große rote Statuen aus Buchstaben (sog. four-letter-words, aber keine unflätigen) gibt es in Manhattan: „Hope“ und „Love“. Sie sind ein beliebter Hintergrund für Selfies und Porträts. Links im Hope-Bild ist ein Pärchen gerade beim Posieren für ein Verlobungsshoot zu sehen (der Fotograf ist außerhalb des Bildes zugange).

Die zweite Skulptur widmet sich dem Thema „Liebe“, auch sie wird von fotografierenden Touristen belagert.

Ein New-York-Klassiker ist für „Liberty“ oder die Freiheit zuständig:

Die gelben Taxis nebst Zebrastreifen und Fußgänger dürfen natürlich auch nicht fehlen:

Im weiteren Sinne hat der Breakdancer auch eine Art Aura von Freisein um sich, er balanciert aber freigestellt auf dem Hope-Schriftzug im Bild:

Und was wäre eine Collage ohne den Time Square? Richtig, unvollständig!

Einfach eine E-Mail an pamela.meier(at)bloomoose.de schicken und bestellen.

Preise:

60 x 40 cm, 60 Euro inkl. MwSt.

80 x 60 cm, 80 Euro inkl. MwSt.

120 x 80 cm, 100 Euro ink. MwSt.

Auf Wunsch stimme ich die Farben für einen kleinen Aufpreis auf Eurer Interieur ab.

Dancers will dance

Tänzer tanzen halt

Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass nichtssagende Titel auf Englisch auf einmal tiefgründig klingen 🙂 Eigentlich möchte ich in diesem Artikel nur davon schwärmen, was für eine Freude es ist, einen Bewegungskünstler vor der Kamera zu haben. Ein Ganzkörperausdruck im Posing ist ein Genuss.

Es gibt geniale Models für Porträts, die mit Mimik eine Welt darstellen können und dann gibt es die Körpermenschen, die vom Scheitel bis zur Fußspitze präsent sind. Wer mich kennt, weiß, dass ich Gesichter liebe und nicht genug davon bekommen kann, sie anzuschauen oder in meinen Bildern zu verewigen. Aber dann fegt dazwischen mal ein Tänzer/eine Tänzerin durch mein Studio …

Nichts für Control Freaks

Natürlich gibt es Mittel und Wege, Bewegung in Bildern darzustellen. Die Studioblitztechnik verleitet den Fotografen dazu, skulpturell zu arbeiten, also Bewegung einzufrieren. Wenige wagen es, dem Zufall einen größeren Raum zu gewähren und Unschärfe zuzulassen. Dabei ist es faszinierend, was entstehen kann. Und ja, man selber hat eigentlich praktisch keinen Einfluss mehr darauf, was am Ende in der Aufnahme erscheint.

Wer das nicht mag, wendet sich mit Grausen wieder gestellten Posen zu, am liebsten mit Menschen, für die tänzerische Posen zur zweiten Natur geworden sind. Ich finde beides spannend und freue mich immer wieder, wenn mein Model sich gerne auf solche Zufallsexperimente einlässt.

Beitragsbilder von Pavlina Simon:
Pavlinas Portfolio in der Modelkartei

 

 

 

 

 

 

Musing about Muses I

Diesem Blogeintrag muss ich einen Seufzer voranstellen: „Ach!“ Ohne vorausgreifen zu wollen, dürfte das auch so ziemlich die Quintessenz von Wochen und Monaten Nachdenkens über dieses Thema sein, seit ich diesen Artikel geschrieben hatte: Klicke hier!

Neiderfüllt blickt die zeitgenössische Fotografin in die glorreiche Vergangenheit, z.B. auf Picasso und Konsorten, die in ihrem Schaffensleben auf jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit mit seelenverwandten Modeln zurückgreifen konnten. Verfügbar, vorhanden, dauerhaft. Nicht einfach nur eine schöne Hülle vor der Leinwand (oder Linse), nein, vollwertige Künstlerinnen, die Visionen nicht nur darstellten, sondern über viele Jahre befruchteten und mit Leben erfüllten.

Zurück im musenleeren oberfränkischen Fotostudio (fernab der griechischen Mythologie, die von halbgöttlichen Nymphenwesen geradezu wabern musste): Die Fotografin – also ich – hat eine Bildidee, die sie gerne umsetzen möchte. Beim Gedanken an eine „Muse“ stellen sich mir aber alle Haare zu Berge, zu sehr ist dieser Begriff befrachtet mit sexuellen Konnotationen. Eine Jobausschreibung in den Modelportalen: Fotografin sucht Muse, würde sicher das beabsichtigte Gegenteil bewirken und die Zielgruppe schreiend in die Flucht schlagen. Andererseits sollte ich das Experiment vielleicht trotzdem wagen, auch auf die Gefahr hin, dass ich in der Community meine Reputation von superseriös auf halbseiden neubewertet wird. Ein ruinierter Ruf soll ja schon der Anfang manch einer großen Karriere gewesen sein …

… Scherz beiseite, mir schwebte seit langem eine möglichst neutrale weibliche Figur vor, bevorzugt ultrakurzhaarig, für tendenziell abstrakte Bilder mit Bewegungsunschärfe durch Langzeitbelichtung. Fast alle greifbaren Modelle, zeichnen sich durch wallendes Haar und meist auch auffälligen Körperschmuck aus, Tattoos, Nasenringe, allenthalben. Ausgeprägte hübsche Gesichter voller Charakter gibt es erfreulicherweise wie Sand am Meer. Aber ein Mensch mit einem Gesicht wie eine Leinwand, das durch Visaarbeit wandelbar ist, war gesucht.

„Plopp“ macht es und eine Anfrage im Eingang der Model-Kartei trudelte ein. Gewünschter Typ befände sich bald auf Durchreise durch mein Territorium. 3-mm-langes Haupthaar und selber bildende Künstlerin. Ein Glücksfall? Potenziell!

Das Shoot naht und tatsächlich gelingt alles auf Anhieb in etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe. Auch ein wackliges Stativ konnte meine Bildidee nicht ruinieren oder die Tatsache, dass ich keine Ahnung hatte, wie eine Langzeitbelichtung mit Studioblitz gelingen könnte. Beim nächsten irrlichternden Vorbeiflug einer appollonischen Nymphe kann ich das aber ganz bestimmt! Nehme ich mir fest vor.

Warum eigentlich das anfängliche dramatische Geseufze zum Thema fotografische Muse? Offen gesagt, hätte ich das Experiment zu gerne wiederholt, muss aber auf den nächsten Zufall warten oder ihm etwas auf die Sprünge helfen.

To be continued. Bestimmt. ”Ach!“

Abgebildet auf den Beitragsbildern: Karolina Koblenova, Malerin und Model.
Karolina auf Facebook.

Hier ein interessanter Artikel zu einem modernen „Musenbegriff“

was ist eine muse und was hat sie mit liebe zu tun?

Und hier der Blogtext auf Englisch:

I have to precede this blog entry with a big sigh: „Oy vay!“ Without telling everything up front, this is about the essence of my pondering the subject for weeks and months after writing this article „Of Muses and Men“. http://bloomoose.de/2016/07/20/von-musen-und-menschen/

The contemporary photographer looks at the glorious past of Picasso and the likes, filled with envy, who could look back on years of prolific cooperation with kindred spirits. Available and long-lasting so. They weren´t just empty shells in front of a canvas (or lens), no, they were full-blown artists in their own right who would go further than depicting a vision, but stimulating it and filling it with life.

Back to the Upper Franconian photo studio so devoid of muses (far from Greek mythology that seemed to be reeling with nymphs): a photographer – ok, that would be me – has a photographic idea she would like to realise. Thinking of the notion „muse“ I get nauseous, though, as it is is burdened with sexual connotations. If I ever offered a job on one of those model portals, saying „photographer looking for a muse“ I would create the opposite reaction and cause the target group to run away screaming. On the other hand, maybe I should dare experiment and really do it, risking that my reputation would rapidly change from „very trustworthy“ to „not so trustworthy“. If your reputation is finally ruined, your career might as well take off …

… Just kidding. For some time I had fathomed a female character to work with, preferably short-haired, for blurry pictures in long time exposures with an abstract air about them. Most of the models available to me have long, gorgeous hair and lots of piercings and tattoos. Strikingly beautiful faces in their own right seem to be everywhere, which is a good thing. But I wanted that face that would be like an empty canvas and could be changed with makeup.

„Plop“ goes the incoming message in my model-kartei account. Just about the character I described was going to travel through my territory. 3 mm of hair and a fine artist herself at that. Lucky coincidence? Possibly!

The shoot draws near and – lo and behold – everything turns out to be as I had imagined. A wobbly tripod couldn´t ruin it or the fact that I had no idea how to set up a long time exposure in a studio with flash lights. Next time one of apollo´s nymph comes flying by, I will be prepared. Anyway, that´s my plan.

You may ask why I dramatically heaved a sigh at the beginning of this blog entry? Honestly, I really wanted to have more than one go at the experiment. But I guess, I will have to wait for the next lucky coincidence or give it a little push in the rear.

To be continued. I´m sure. „Oy vay!“

Depicted on the images: Karolina Koblenova, Painter und Model.
Karolina on Facebook.

Here is an interesting article about what a modern muse could be:

A photographer´s thoughts about muses