Dancers will dance

Tänzer tanzen halt

Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass nichtssagende Titel auf Englisch auf einmal tiefgründig klingen 🙂 Eigentlich möchte ich in diesem Artikel nur davon schwärmen, was für eine Freude es ist, einen Bewegungskünstler vor der Kamera zu haben. Ein Ganzkörperausdruck im Posing ist ein Genuss.

Es gibt geniale Models für Porträts, die mit Mimik eine Welt darstellen können und dann gibt es die Körpermenschen, die vom Scheitel bis zur Fußspitze präsent sind. Wer mich kennt, weiß, dass ich Gesichter liebe und nicht genug davon bekommen kann, sie anzuschauen oder in meinen Bildern zu verewigen. Aber dann fegt dazwischen mal ein Tänzer/eine Tänzerin durch mein Studio …

Nichts für Control Freaks

Natürlich gibt es Mittel und Wege, Bewegung in Bildern darzustellen. Die Studioblitztechnik verleitet den Fotografen dazu, skulpturell zu arbeiten, also Bewegung einzufrieren. Wenige wagen es, dem Zufall einen größeren Raum zu gewähren und Unschärfe zuzulassen. Dabei ist es faszinierend, was entstehen kann. Und ja, man selber hat eigentlich praktisch keinen Einfluss mehr darauf, was am Ende in der Aufnahme erscheint.

Wer das nicht mag, wendet sich mit Grausen wieder gestellten Posen zu, am liebsten mit Menschen, für die tänzerische Posen zur zweiten Natur geworden sind. Ich finde beides spannend und freue mich immer wieder, wenn mein Model sich gerne auf solche Zufallsexperimente einlässt.

Beitragsbilder von Pavlina Simon:
Pavlinas Portfolio in der Modelkartei